Anfänge

In der Gründungsgeschichte des Stiftungshauses spielen drei Bremer Persönlichkeiten und Stifter eine maßgebliche Rolle: Conrad Naber, Bernd-Artin Wessels und Manfred Fluß.  Mehr erfahren

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Um die Jahrtausendwende kam der Gedanke auf …

in Bremen ein Stiftungshaus zu gründen», schreibt Bernd-Artin Wessels 2008 in seinem Buch Stiften in Bremen. Vater dieser Idee war der Unternehmer Conrad Naber, der sich selbst sehr großzügig zeigte und alles daransetzte, um diese Idee Wirklichkeit werden zu lassen… Mit der Gründung des Stiftungshauses 2003 ist für viele Beteiligte, aber auch für das Land Bremen, eine Vision Wirklichkeit geworden.

 

Conrad Naber: Den Stiftungsgedanken verbreiten

Der Maschinenbauingenieur Conrad Naber (1922-2018) gründete 1947 die Industrieofenbau-Firma Nabertherm und entwickelte sie zu einem der weltweit führenden Anbieter von Öfen und Anlagen für anspruchsvolle Wärmebehandlungen. Zudem war er Inhaber der Schifffahrtsgesellschaft NTH. Mit 50 Jahren begann er 1971 noch ein zweites Studium (Wirtschaftswissenschaft) an der gerade gegründeten Bremer Universität und schloss es mit Diplom ab.

Conrad Naber wurde zu einem großen Förderer von Kunst, Kultur und Wissenschaft. Er bekleidete zahlreiche Ehrenämter und wurde mit zahlreichen Ehrungen bedacht. Universität Bremen wie Hochschule Bremen ehrten ihn als ihren Ehrenbürger. Der Bremer Senat würdigte ihn 2018 als Hanseat im besten Sinne, er habe unauslöschliche Spuren in Bremen hinterlassen.

Sein großes Engagement galt auch von Beginn an der Jacobs University. Während der Planungsphase schenkte er dem Aufbauteam der IUB 1998 eine Büroetage in der Bürgermeister-Smidt-Straße – später zog hier das Stiftungshaus Bremen ein – und errichtete die Conrad Naber IUB-Stiftung. Das Besondere: Naber gab sehr viel von seinen Gewinnen an die Menschen vor Ort zurück, so Professor Rudolf Hickel. Mit dem Stiftungshaus verband Conrad Naber die Idee, nicht nur Stiftungsgründungen zu fördern, sondern auch die Kräfte von kleineren und mittleren Stiftungen zu bündeln.

Ein Interview mit Conrad Naber aus dem Jahr 2008 zu seiner Studienzeit an der Universität Bremen finden Sie auf YouTube.

Bernd-Artin Wessels: Stiften bringt Freude.

Der Kaufmann, Unternehmer und Betriebswirt Bernd-Artin Wessels, 1941 in Großenhain (Sachsen) geboren, war lange Jahre Vorstandsvorsitzender der im Fruchthandel tätigen Atlanta AG und Gesellschafter der Scipio GmbH & Co. KG, in deren Händen 100 % der Aktien der Atlanta AG lagen. Es folgten viele unternehmerische, politische und ehrenamtliche Aktivitäten sowie zahlreiche Ehrungen.

Mit dem Stiftungswesen kam er erstmals 1967 durch die Scipio-Stiftung in Kontakt. Später gründete er die Bernd-Artin-Wessels-Krebsstiftung. Er hat in drei Jahrzehnten durch Mitgliedschaften, Förderaktivitäten und Vorstands- und Kuratoriumstätigkeiten – und der Gründungspräsidentschaft des Stiftungshauses – das Mäzenatentum und Stiftungsgeschehen in Bremen und in Deutschland stark geprägt.

Als Stifter fühle ich mich selbst bestätigt und bin fest davon überzeugt, hier etwas Gutes zu tun bzw. dazu beizutragen, dass etwas Gutes getan wird, schreibt er 2008. Ich kann der Gesellschaft dadurch auch etwas von dem zurückgeben, was ich zuvor von ihr bekommen habe. Stiften bringt Freude.

Mit den Jahren ist seine Motivation noch stärker geworden – und die Verantwortung, durch stifterisches Engagement Vermögen umzuverteilen, noch spürbarer. Es sei doch ein sehr kluges System, dass diejenigen, die mehr haben als andere, freiwillig und selbst gesteuert ihr Geld dorthin lenken könnten, wo die Mittel am schwächsten und der Bedarf am größten ist.

Manfred Fluß: Mit Stiftungen gestalten.

Manfred Fluß, 1943 in Forst in der Lausitz geboren, kam 1946 nach Bremen und hat Mathematik und Physik studiert. Von 1971 bis 1999 war er politisch aktiv, unter anderem als Finanzsenator in Bremen und 17 Jahre lang (1974-1991) als Sprecher der Deputation für Wissenschaft und Kunst. Seit 1986 ist er Inhaber bzw. geschäftsführender Gesellschafter der 1904 gegründeten Im- und Exportfirma Erhard Andreas GmbH, ferner geschäftsführender Gesellschafter der NTH Schifffahrts GmbH und mehrerer Schiffskommanditgesellschaften in Lilienthal bei Bremen.

Wegweisend war seine Begegnung mit Conrad Naber (Er hat mich sehr inspiriert), der Industrielle habe ihn mit der Stiftungswelt vertraut gemacht. Ob im Kuratorium der Nolting-Hauff-Stiftung, im Vorstand der Conrad-Naber-Stiftung, im Kuratorium der Conrad Naber IUB-Stiftung, als Gründungsmitglied des Stiftungshauses oder als ein Wegbereiter der Stiftung der Universität Bremen – sein Stiftungsengagement ist breitgefächert.

2015 hat er gemeinsam mit seiner Frau die Manfred und Ursula Fluß-Stiftung gegründet, eine Treuhandstiftung unter dem Dach der Stiftung der Universität Bremen. Ihr Zweck ist die Förderung der Wissenschaft und der Forschung, insbesondere durch die Förderung von Forschung und Lehre an der Universität Bremen sowie des wissenschaftlichen Nachwuchses.

Er ist ein Werbender für die Stiftungsidee. Man muss kein Millionär sein, um eine Stiftung zu gründen, sagt Fluß. Man kann mit 50.00 oder 100.00 Euro anfangen und später, zum Beispiel im Testament, noch etwas dazu geben. Und einen Stiftungszweck bestimmen, der einem am Herzen liegt. Sein Herz hängt an der Wissenschaft, und es berührt ihn stets von Neuem, ihr und den Menschen über seine Stiftungsprojekte näher zu kommen.

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