Stiftungen in Deutschland

Stiftungen gibt es seit dem Mittelalter. Gerade in jüngster Zeit steigt ihre Zahl wieder. Mehr erfahren

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In Deutschland gibt es 23.876 rechtsfähige Stiftungen (Stand 31.12.2020). Auf 100.000 Bundesbürgerinnen und Bundesbürger kommen damit 28,7 Stiftungen. Daneben gibt es eine Vielzahl an Stiftungen anderer Rechtsformen. Die Zahl der Treuhandstiftungen ist statistisch nicht erfasst; Schätzungen liegen zwischen 40.000 und 80.000. Stiftungshauptstadt ist in der neuen Rangliste des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen Darmstadt, gefolgt von Würzburg und Oldenburg.

Weitere Statistiken zum Deutschen Stiftungswesen

Die Stiftungszwecke

Stiftungen engagieren sich mehrheitlich im sozialen Bereich, um Benachteiligte zu unterstützen. Die meisten Stiftungen haben ein eher kleines Vermögen und werden ehrenamtlich geführt. Allerdings geben mehr als 50 Prozent der Stifter an, ihre Stiftung zu Lebzeiten oder von Todes wegen »aufstocken« zu wollen. Knapp zwei Drittel der Stiftungen haben ein Stiftungskapital von unter einer Million Euro.

Stiftungszwecke nach Themen
Angaben in Prozent, Mehrfachnennungen möglich
Stand: März 2021, Quelle: Datenbank Deutscher Stiftungen

Stiftungen finden

Die Stiftungssuche – ein Service des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen – ist die umfangreichste Online-Navigationshilfe zum deutschen Stiftungswesen.

Eine Liste der größten gemeinwohlorientierten Stiftungen in Deutschland finden Sie hier.

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Es gibt mehr als zwei Dutzend Stiftungsnetzwerke in Deutschland, die regional und lokal gut vernetzt sind. Der Bundesverband Deutscher Stiftungen gibt einen Überblick über Initiativkreise, Vereinigungen, Kompetenzkreise und mehr.

Stiftungsnetzwerke in Deutschland

Zur Geschichte

Mit einem Anteil von 93 Prozent verfolgen die meisten Stiftungen in Deutschland – ausschließlich – gemeinnützige Zwecke; nicht wenige von ihnen seit Jahrhunderten. »Historisch betrachtet gehören die deutschen Stiftungen zu den großen Kontinuitäten in einem von Diskontinuitäten geprägten Land«, sagt die Maecenata-Stiftung. Berühmte Kirchen und Klöster bezeugen die frühe Stiftungstätigkeit, die aus frommen Gedanken entsprungen ist. Maecenata datiert die bis heute aktive Bürgerspitalstiftung in Wemding in Bayern ins 10. Jahrhundert. Die 1316 entstandene Stiftung Bürgerspital zum Hl. Geist in Würzburg sei eine von rund 250 Stiftungen, die es heute noch gibt. Älteste Sozialsiedlung in Deutschland, aber nicht die älteste Stiftung überhaupt wie oft beschrieben ist die Fuggerei in Augsburg (1521).

Ab den 1950er (Westdeutschland) bzw. 1990er Jahren (Ostdeutschland) wurden wieder vermehrt Stiftungen gegründet. In den 2000er Jahren gab es einen regelrechten Stiftungsboom (Gründe: wachsende Vermögen, hohes Bürgerengagement, Stiftungsrechtsreform). 2020 registriert der Bundesverband Deutscher Stiftungen das stärkste Wachstum seit beinahe einem Jahrzehnt.

Und die Zukunft?

Der Stiftungssektor wird allen Prognosen zufolge in Zukunft weiterwachsen. Mehr als jede zweite Stiftung wird gegründet, um den eigenen Nachlass zu regeln. 2,6 Billionen Euro, das heißt etwa ein Drittel des bundesdeutschen Gesamtvermögens, wird der Deutschen Stiftungsakademie (DSA) zufolge in den kommenden 10 Jahren vererbt. Gut 135.000 Unternehmen stehen kurzfristig vor einer Nachfolgesituation. Die Mehrheit der heute lebenden Stifter gibt laut DSA an, ihre eigene Stiftung als Erbin einsetzen zu wollen.

Mit Aktionen wie den öffentlichen Hauskonzerten haben wir Geld für unsere Stiftung gesammelt. Wir wollten damit aber nicht nur andere Stiftungen und Vereine unterstützen, sondern auch unser eigenes Projekt auf die Beine stellen: Heimat, ein Haus für heimatlose Menschen.

Gabriela und Thomas Stefes, Stefes Stiftung

Wir bedanken uns bei unseren Kooperationspartnern

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