Stiftungen in Bremen

Stiftungen in Bremen haben eine sehr lange Tradition und Stadt und Gesellschaft geprägt. Mehr erfahren

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Bremischer Bürgersinn

Bremen und der Bürgersinn, das beschreibt nicht nur eine alphabetische Nähe. Es ist ein Begriffspaar, das identitätsstiftend wirkt. Bürgersinn ist der heimliche »Star« der bremischen Geschichte und bildet die philanthropische Kulisse für ein großes Gesellschaftspanorama. Im Laufe der Jahrhunderte waren es immer wieder außergewöhnliche, vermögende und heimatverbundene Menschen, die ihrem Gemeinwesen etwas Gutes taten und handelten. Ob Bürgerpark oder Kunsthalle, Böttcherstraße oder St. Jürgens-Krankenhaus – sie sind Aktionsfelder für bremischen Bürgersinn, Ausdruck einer starken Kaufmannstradition.

Kaum ein Museum ohne Freundeskreis, kaum ein Kunstprojekt ohne Mäzen, kaum eine Schule ohne Paten – darin zeigt die Bürgergesellschaft ihre Konturen. Feine Striche zeichnen die vielen kleinen und mittel großen Stiftungen. Da geht es nicht nur um finanzielle Zuwendungen. Das ehrenamtliche, das tätige Engagement ist in Bremen tief verwurzelt. Selbst die Sparkasse Bremen hat sich historisch aus einer Bürgerinitiative entwickelt: 1825 wurde sie von den »Actionisten« gegründet, um die Armut zu bekämpfen. Die Gründerväter schrieben die Gemeinwohlverpflichtung in die Satzung.

Zur Geschichte

Älteste soziale Einrichtung Bremens ist das St.-Remberti-Stift. Ursprünglich diente das spätestens 1305 gegründete Stift als Lepra-Hospital, später dann als Armenhaus und Altenheim. Heute ist es eine Altenwohnanlage mit angegliedertem Pflegeheim.

1536 wurde die Stiftung St. Petri-Witwenhaus und 1545 das Haus Seefahrt gegründet, eine Stiftung zur Fürsorge alter seemännischer Mitglieder und deren Ehefrauen, Witwen und Waisen. Es richtet seit mehr als 470 Jahren die Schaffermahlzeit aus, dessen Spendenerlös für die wohltätige Einrichtung verwendet wird.

In diese historische Reihe gehören auch die Stiftung Gottesbuden von 1564, die Stiftung Alten Eichen von 1596, die als älteste Jugendhilfeeinrichtung Deutschlands gilt, und die Stiftung St. Petri Waisenhaus von 1692.

Stiftungsdichte

337 rechtsfähige Stiftungen bürgerlichen Rechts gibt es im Land Bremen (Stand 31.12.2020). 2020 wurden drei neue Stiftungen errichtet.

Im Vergleich der Bundesländer schneidet Bremen sehr gut ab, ab, wenn es um die Stiftungsdichte geht. Hier belegt die Hansestadt den 2. Platz und liegt mit 50 Stiftungen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern deutlich über dem Bundesschnitt von 29 Stiftungen. Nur in Hamburg ist die Stiftungsdichte mit 79 Stiftungen pro 100.000 Menschen noch höher.

Im Ranking der deutschen Großstädte landet die Stadt Bremen mit rund 55 Stiftungen auf 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner auf Platz 17 (Stand 31.12.2020).
(Quelle: Bundesverband Deutscher Stiftungen)

Anzahl der Stiftungen in Bremen

Anzahl der Stiftungen in Bremen
Stand jeweils im Dezember, Quelle: Der Senator für Inneres

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Stefan Bellinger, Vorsitzender des Vorstandes der Segnitz Stiftung

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