Data Science – Wunderwelt oder alter Wein in neuen Schläuchen? (1)

Haus Schütting (Bremen)

Die 33. Bremer Universitätsgespräche widmen sich einem hoch spannenden neuen Forschungsfeld. Veranstalter sind die Wolfgang-Ritter-Stiftung, der unifreunde e.V. und die Universität Bremen mit dem neuen Data Science Center.

Das Thema

Daten sind heute überall und in einer schier unglaublichen Menge vorhanden. Das neue Öl werden sie gern genannt. Aus strukturierten oder auch unstrukturierten Daten können neue Erkenntnisse, kann neues Wissen mit Hilfe computergestützter Verfahren generiert werden. Damit beschäftigt sich die Data Science. Zukunftstechnologien und Data-Science-Kompetenzen werden künftig die Wettbewerbsfähigkeit entscheidend beeinflussen.  

Viele Forschungsgebiete und -disziplinen werden durch die Digitalisierung verändert, Wissenschaft insgesamt ist immer stärker datengetrieben. Es gibt neue Entwicklungen wie maschinelles Lernen und Deep Learning. Die Universität Bremen ist in diesem Bereich bestens aufgestellt: 2020 wurde das Data Science Center gegründet, ein Knotenpunkt für kooperative Wissenschaft.  

Neben der Informatik werden weiteren Wissenschaftsdisziplinen eingebunden. Auch ethische, soziale und rechtliche Implikationen werden diskutiert. Eine Podiumsdiskussion mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Gesellschaft schließt die Veranstaltung ab.

Erstmals Digitales Format

Die Universitätsgespräche gliedern sich in zwei Teile: den Eröffnungsabend mit einem öffentlichen Festvortrag am Donnerstag und der Klausurtagung am zweiten Tag, dem Freitag. Da gibt es drei Sessions – 1. Data Science und Forschungsdatenmanagement, 2. Data Science in den Sozial- und Geisteswissenschaften und 3. Data Science und gesellschaftliche Verantwortung. Sie werden online übertragen, damit wird die Veranstaltung erstmals für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Wissenschaftlich betreut werden die Universitätsgespräche von den Professoren Dr. Rolf Drechsler und Dr. Andreas Breiter vom Data Science Center. Seit 1988 laden die Wolfgang-Ritter-Stiftung, die Universität Bremen und der Verein unifreunde zu den Bremer Universitäts-Gesprächen ein. Allen dreien geht es darum, einen Dialog zu zeitaktuellen Themen über den wissenschaftlichen Rahmen hinaus mit gesellschaftlichen Akteuren anzuregen. Ein lebhafter Austausch von Vertretern und Vertreterinnen aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft soll der Diskussion – so der Wunsch der Veranstalterinnen und Veranstalter – neue Impulse geben und Praxisrelevanz verleihen.

Das Programm im detail

Donnerstag, 7. Oktober,
Öffentlicher Festvortrag im Festsaal des Schütting
18:00 - 20:00 Uhr
Begrüßung: Felix Krömer, Radio Bremen
Grußworte: Alexander Witte, Vorstand der Wolfgang-Ritter-Stiftung, Staatsrat Tim Cordßen-Ryglewski bei der Senatorin für Wissenschaft und Häfen der Freien Hansestadt Bremen
Festvortrag: Prof. Dagmar Monett Diaz, Hochschule für Wirtschaft und Recht, Berlin

Freitag, 8. Oktober
Klausurtagung im Atlantic Grand Hotel Bremen
9:00 - 17:00 Uhr
Drei Sessions
1. Data Science und Forschungsdatenmanagement
2. Data Science in den Sozialwissenschaften / Humanities
3. Data Science und gesellschaftliche Verantwortung

Hier können Sie sich für die digitalen Gespräche am Freitag anmelden.

Foto: 123RF

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