Ausstellung: Ewiger Februar

Stiftungshaus Bremen (Bürgermeister-Smidt-Straße 78, Bremen)

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Einladung zur Vernissage

Wir laden Sie sehr herzlich ein zur Vernissage unserer neuen Ausstellung in der Galerie des Stiftungshauses am Samstag, den 24. August 2024, um 12:00 Uhr.

Ewiger Februar – Menschen aus der Ukraine in Bremen während in der Heimat Krieg herrscht

Wir zeigen Fotografien eines Projekts von Tetyana Chernyavska und Jasper Hill. Sie studieren Fotojournalismus an der Hochschule Hannover und haben Anfang 2023 und im Februar 2024 insgesamt 31 Familien in Bremen fotografiert.

Zur Ausstellung

Seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs im Februar 2022 sind zwei Jahre vergangen. Aufgrund der verheerenden Auswirkungen auf die ukrainische Bevölkerung sind mehr als eine Million Menschen aus der Ukraine nach Deutschland geflüchtet, davon mehr als 13.000 nach Bremen. Aufgrund des Ausreiseverbots für Männer mit ukrainischer Staatsbürgerschaft besteht der Großteil von ihnen aus Frauen. Sie sind entweder allein gekommen oder oft als Mütter gemeinsam mit ihren Kindern. Diese Familien träumten früher davon, Europa zu bereisen, Bratwurst zu probieren oder die Bremer Stadtmusikanten zu sehen.

Seit zwei Jahren träumen sie davon, in ihre Heimat zurückzukehren, in ihr eigenes Haus, zu ihren Freunden und Nachbarn und davon, dass ihre Männer und Väter noch am Leben sind. Einigen Familien ist immer noch nicht klar, ob Bremen tatsächlich ihr endgültiges Ziel ist oder ob die Familie möglicherweise in die Ukraine zurückkehren würde zum Vater oder in ein vertrautes Umfeld mit Haus, Freunden und Familie. Neben der Teilnahme an Deutschkursen gehen die Mütter bereits zwischenzeitlich arbeiten. Die Kinder besuchen eine deutsche Schule und integrieren sich ebenfalls gut.

Doch der Krieg wütet weiter. Sofern möglich wird jeden Abend mit dem Vater telefoniert, aber die meiste Zeit übernehmen die Mütter die Rolle von Mutter, Vater, Lehrerin und Freundin auf einmal. Gleichzeitig bieten die größtenteils traumatisierten Kinder ihren Müttern genauso viel Halt. In den oft zufällig zusammengewürfelten Unterkünften werden Fremde innerhalb von wenigen Wochen zu engen Familien mit klar aufgeteilten Rollen und starkem Zusammenhalt.

»Wir haben die porträtierten Menschen immer so fotografiert, wie sie sich selbst positioniert haben und in die Kamera geblickt haben – sei es kniend mit den Armen um ihr Kind, mit einem leicht gezwungenen Lächeln oder mit den Ellbogen vor ihre Söhne geschoben«, sagen Tetyana Chernyavska und Jasper Hill.

Danke

Die Ausstellung wird gefördert von: Herz für die Ukraine e.V., Stiftungshaus Bremen e.V., Bremer Bündnis für die Ukraine, Karin und Uwe Hollweg Stiftung, Claudia Rodiek

Ausstellungsdauer: 24. August – 16. November 2024.

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