Unter dem Motto Forschen | Fördern | Stiften diskutierten rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Leitthema Neue Energie(n). Das Spektrum reichte von den Nachhaltigkeits-Ambitionen der Universität Bremen über das HyBit-Wasserstoff-Großforschungsprojekt in Bremen bis zur Brede-Lernfabrik Energieautarke Produktion. In einem kurzweiligen Science-Pitch stellten Bremer Hochschulen einzelne Beiträge zur ökologischen Transformation vor.

 

Der ehrbare Kaufmann

Handelskammer-Präses Eduard Dubbers-Albrecht-Albrecht erinnerte in seinem Grußwort an die gesellschaftliche Verpflichtung von Unternehmen und die besondere Rolle von Stiftungen in Bremen. Stiftungen, das passt zu uns in Bremen, sagte er. Die Stadt habe einen starken Bezug zu Bürgersinn. Unternehmer folgten dem Leitbild des ehrbaren Kaufmanns, der stolz auf seinen gesellschaftlichen Beitrag sei.

 

Engagiert für junge Menschen: Brede Stiftung

Uni-Rektorin Prof. Dr. Jutta Günther beschrieb die Nachhaltigkeits-Ambitionen der Universität, die sich über alle Bereiche (Forschung, Lehre, Campusbetrieb) erstrecken: Nachhaltigkeit ist das grundlegende Leitprinzip der Universität Bremen. Sehr deutlich wurde auf dem Forum auch das große Engagement der Brede Stiftung. Die Geschwister und Vorstände Jürgen Christian und Elisabetha Dorothee Brede unterstützen beispielsweise die Lernfabrik im BIBA, wo eine umweltfreundliche Wasserpumpe für das Blockland entwickelt wurde. Stifter und Stifterin fördern insbesondere sozial benachteiligte junge Menschen in ihrer Bildungskarriere, wollen mehr junge Mädchen an das Thema MINT heranführen; und seit 2005 haben sie bereits mehr als 100 Studienstipendien vergeben.

 

Bremen als Wasserstoff-Pionier

Hochspannend ist das Projekt HyBit, ein Wasserstoff-Großforschungsprojekt, mit dem Bremen bundesweit ein Vorreiter ist und das entscheidende Bedeutung für die industrielle Transformation in Bremen hat. Dr. Torben Stührmann, Universität Bremen, und Dr. Thomas Kalkau, Kraftwerksleiter swb, Geschäftsführer INGAVER und Bremer Wasserstoff GmbH., führten in die Details ein.

Science Pitch

Am Science Pitch beteiligten sich Dr. Inga Labuhn (Universität Bremen) mit einer Fallstudie zum Energieverbrauch der Universität Bremen, Prof. Dr. Andrea Koschinsky (Constructor University) mit einer Präsentation über Tiefseebergbau als mögliche Quelle für kritische Metalle und Prof. Dr. Axel Gottschalk (Hochschule Bremerhaven) mit einem EU-Projekt zur Forschung über bioabfall-basierte Kraftstoffe für See- und Luftfahrt.

Netzwerk wissenschaftsfördernder Stiftungen

Das 2022 gegründete Bremer Stiftungsforum Wissenschaft hat ein zentrales Anliegen: gemeinsam handeln in Partnerschaften und Netzwerken. Die Stiftung der Universität Bremen und das Stiftungshaus Bremen haben das Netzwerk wissenschaftsfördernder Stiftungen des Bundeslandes auf den Weg gebracht, um den Dialog zwischen Stiftungen, Wissenschaft und Wirtschaft zu stärken, Ressourcen zu poolen, die Arbeit von Stiftungen sichtbarer und wirksamer zu machen und damit den Standortfaktor Wissenschaft zu stärken.

Fotos: Christina Kuhaupt

 

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